Für bestimmte Buchungen bestehen Ausnahmen. Für Reisende bedeutet das einen zusätzlichen Vorbereitungsschritt: Prüfen Sie vor dem Öffnen des Check-ins, ob Ihr bisheriger Login funktioniert oder Sie sich zunächst registrieren müssen.
Die Travel ID ist kostenlos. Wer kein Konto nutzen möchte, kann weiterhin am Flughafen einchecken. Auch Familien müssen nicht automatisch für jedes Kind ein eigenes Profil anlegen. Entscheidend ist, wie die Reise gebucht wurde und wer den Check-in durchführt. Hier erfahren Sie, wie Sie Ihre Bordkarte erhalten und welche Besonderheiten für Hinflug, Rückflug und Umsteigeverbindungen wichtig sind.
Planen Sie noch Ihre nächste Reise? Vergleichen Sie passende Flugverbindungen ab Österreich für Ihren gewünschten Zeitraum.
Travel ID beim Austrian Online-Check-in
Was ist neu? Austrian verlangt beim regulären Online-Check-in zusätzlich zur Zuordnung der Buchung die Anmeldung mit einer Travel ID.
Ab wann gilt die Umstellung? Für Abflüge aus Österreich ab 2. November 2026. Andere Abflugländer und Flughäfen haben teilweise andere Starttermine.
Wer ist betroffen? Reisende mit betroffenen Buchungen bei Austrian Airlines, Lufthansa, SWISS, Brussels Airlines, Air Dolomiti, Edelweiss oder Discover Airlines.
Welche Kosten oder Fristen entstehen? Das Konto kostet nichts. Die vorhandenen Annahmeschlusszeiten für Check-in und Gepäckabgabe gelten weiterhin.
Was sollten Sie jetzt tun? Zugang testen, Buchungscode bereitlegen und die Registrierung einschließlich E-Mail-Bestätigung vor dem Reisetag abschließen.
Was bleibt unverändert? Reisedokumente, Einreisevorgaben und gebuchte Gepäckleistungen müssen weiterhin gesondert geprüft werden.
Was ist die wichtigste Erkenntnis? Ein vorhandenes Kundenkonto allein bedeutet noch keinen abgeschlossenen Check-in. Prüfen Sie am Ende, ob Ihre Bordkarte tatsächlich ausgestellt wurde.
Welche Airlines und Abflüge sind betroffen?
Die angekündigte Einführung umfasst Austrian Airlines, Lufthansa, SWISS, Brussels Airlines, Air Dolomiti, Edelweiss und Discover Airlines. Der Zeitplan richtet sich nach dem Abflugort:
- 20. Oktober 2026: übriger Schengen-Raum außerhalb Deutschlands, Österreichs und der Schweiz.
- 2. November 2026: Österreich, europäischer Nicht-Schengen-Raum, Deutschland außer Frankfurt und München sowie Schweiz außer Zürich.
- 16. November 2026: München, Zürich, USA, Kanada und Mexiko.
- 30. November 2026: Frankfurt und übrige Regionen.
Ausnahmen bestehen unter anderem für Tickets, die von anderen Airlines ausgestellt wurden, von anderen Airlines durchgeführte Flüge mit Lufthansa-Group-Ticket, Gruppenbuchungen und ausgewählte Veranstalter- oder Charterbuchungen. Der Flughafen-Check-in am Schalter oder Automaten bleibt ebenfalls ausgenommen.
Prüfen Sie bei einer Verbindung mit mehreren Fluggesellschaften die Hinweise in Ihrer Check-in-Einladung. Das Airlinekürzel vor der Flugnummer allein reicht zur Beurteilung einer solchen Buchung nicht aus.
Was ist die Travel ID – und brauchen Sie Miles & More?
Die Travel ID ist ein persönliches Kundenkonto für die digitalen Angebote der teilnehmenden Lufthansa-Group-Airlines. Sie melden sich grundsätzlich mit Ihrer E-Mail-Adresse und Ihrem Passwort an. Ein vorhandener Travel-ID-Zugang kann airlineübergreifend verwendet werden; Sie müssen nicht für jeden Flug ein neues Profil erstellen.
Miles & More ist optional. Sie können die Travel ID auch nutzen, ohne am Vielfliegerprogramm teilzunehmen. Wer sich bereits bei Miles & More mit E-Mail-Adresse und Passwort anmeldet, besitzt nach den dortigen Hinweisen schon eine Travel ID. Testen Sie diesen Zugang zunächst, bevor Sie eine weitere Registrierung beginnen.
Das Airlinekonto und die McFlight-Buchung erfüllen unterschiedliche Aufgaben. Die Travel ID ermöglicht den Login bei der Airline; für das Auffinden Ihrer konkreten Reise benötigen Sie gegebenenfalls zusätzlich den Airline-Buchungscode oder die Ticketnummer. Das McFlight-Kundencenter hat einen eigenen Zugang.
Auch eine Einreisegenehmigung ist etwas anderes als ein Airlinekonto. Orientieren Sie sich bei der Reisevorbereitung zusätzlich an unserem Überblick zu ETA, EES und ETIAS für Österreicher. Ein gespeichertes Reisedokument im Profil ersetzt weder das Originaldokument noch eine erforderliche Genehmigung.
McFlight-Praxistipp: Den vorhandenen Zugang zuerst testen
Wir empfehlen, die Anmeldung einige Tage vor dem Flug auf dem Gerät zu prüfen, das Sie auch unterwegs verwenden. Öffnen Sie dabei ebenfalls Ihr E-Mail-Postfach. So merken Sie rechtzeitig, ob ein altes Passwort, eine nicht mehr erreichbare Adresse oder ein noch nicht aktiviertes Konto die Vorbereitung verzögert.
In fünf Schritten zur Austrian-Bordkarte
Bereiten Sie Konto und Reiseunterlagen getrennt vor. Erst anschließend führen Sie den eigentlichen Check-in durch.
- Buchungsdaten bereitlegen. Halten Sie den Namen aus der Buchung, den Airline-Buchungscode oder die Ticketnummer sowie Ihre Reisedokumente bereit. Verwenden Sie den Airlinecode aus Ihren Unterlagen, wenn mehrere Vorgangsnummern aufgeführt sind.
- Travel ID anmelden oder erstellen. Beginnen Sie über die offizielle Austrian-Website oder App. Für ein neues Profil werden E-Mail-Adresse, Anrede, Vor- und Nachname, Geburtsdatum und ein Passwort abgefragt. Nutzen Sie eine Adresse, auf die Sie auch während der Reise zugreifen können.
- E-Mail-Adresse bestätigen. Schließen Sie die Registrierung über die zugesandte Nachricht ab. Prüfen Sie bei fehlender Nachricht auch den Spamordner. Beachten Sie die Gültigkeitsfrist in der E-Mail; ein ausgefülltes Formular allein aktiviert den Zugang noch nicht.
- Check-in öffnen und Reisedaten prüfen. Austrian öffnet den Online-Check-in für Flüge von und nach Wien in der Regel 47 Stunden vor dem geplanten Abflug. Prüfen Sie die Reisenden, Dokumentenangaben und angezeigten Leistungen. Kostenpflichtige Extras sollten Sie nur auswählen, wenn Sie diese benötigen.
- Bordkarten kontrollieren. Prüfen Sie für jede mitreisende Person, ob eine Bordkarte vorliegt oder noch eine Kontrolle am Flughafen verlangt wird. Speichern Sie die ausgestellten Bordkarten so, dass Sie diese unterwegs zuverlässig aufrufen können.
Bei einem planmäßigen Abflug am Freitag um 12 Uhr liegt der reguläre 47-Stunden-Zeitpunkt beispielsweise am Mittwoch um 13 Uhr. Das ist der frühestmögliche Beginn dieses Zeitfensters, keine Empfehlung, mit der Vorbereitung bis dahin zu warten.
Was gilt für Familien und gemeinsam Reisende?
Bei mehreren Reisenden in einer Buchung genügt die Travel ID der Person, die alle eincheckt. Kinder benötigen deshalb für diesen gemeinsamen Ablauf kein zusätzliches Konto.
Eine normale Familienbuchung sollte nicht automatisch mit der ausdrücklich ausgenommenen Gruppenbuchung gleichgesetzt werden. Klären Sie bei getrennten Buchungen vorab, wie die Mitreisenden im Check-in erscheinen. Austrian bietet gegebenenfalls die Funktion „Passagiere hinzufügen“ an. Ob alle Reisenden korrekt erfasst sind, sehen Sie erst an den jeweiligen Daten und Bordkarten.
Kann eine Person nicht selbst einchecken, ist Unterstützung mit der eigenen Travel ID einer anderen Person vorgesehen. Geben Sie dafür Ihr Passwort nicht weiter.
McFlight-Praxistipp: Zuständigkeit und Bordkarten vorab klären
Wir raten Familien, vor dem Check-in festzulegen, wer den Vorgang übernimmt. Legen Sie die Unterlagen aller Mitreisenden bereit und kontrollieren Sie am Ende Namen, Flugdatum und Flugnummer auf jeder Bordkarte. Reisen einzelne Personen getrennt zum Flughafen, sollten deren Bordkarten bereits vor der Abfahrt bei ihnen verfügbar sein.
Warum Sie den Rückflug gesondert prüfen sollten
Aus dem gestaffelten Zeitplan folgt: Während der Einführung können Hin- und Rückflug unterschiedlich behandelt werden. Für eine betroffene Reise ab Wien zählt der Österreich-Termin; für einen späteren Rückflug ist der dortige Abflugort maßgeblich.
Wenn Sie etwa Flüge von Wien nach Bangkok vergleichen, prüfen Sie deshalb beide Reiserichtungen. Stellen Sie sich für den Urlaub eine eigene Erinnerung zum Rückflug-Check-in ein. Halten Sie Ihre Zugangsdaten auch dann griffbereit, wenn Sie den Hinflug bereits vor der Umstellung erledigt haben.
Bei Umsteigeverbindungen sollten Sie zusätzlich kontrollieren, für welche Teilstrecken bereits Bordkarten ausgestellt wurden. Eine erfolgreiche Anmeldung sagt noch nicht, dass jeder Anschlussflug abgefertigt ist. Beachten Sie Hinweise der ausführenden Airlines, insbesondere wenn verschiedene Gesellschaften beteiligt sind oder eine Dokumentenprüfung verlangt wird.
Ohne Travel ID: So funktioniert der Check-in am Flughafen
Am Flughafen Wien können Sie bei Austrian weiterhin die Check-in-Automaten nutzen. Dort lässt sich die Buchung unter anderem über den sechsstelligen Airlinecode aufrufen und die Bordkarte ausdrucken. Halten Sie zusätzlich Ihren Reisepass oder das für die Reise benötigte Ausweisdokument bereit.
Mit Aufgabegepäck folgt anschließend die Gepäckabgabe. Wer ausschließlich zulässiges Handgepäck mitführt und keine weitere Dokumentenkontrolle benötigt, kann mit der Bordkarte zur Sicherheitskontrolle gehen. Über- oder Sondergepäck kann einen zusätzlichen Weg zum zuständigen Schalter erfordern.
Planen Sie den Flughafen-Check-in bewusst in Ihre Anreise ein. Austrian weist darauf hin, dass Sie zum jeweiligen Annahmeschluss bereits eine Bordkarte besitzen und Ihr Gepäck abgegeben haben müssen. Die Frist gilt unabhängig davon, welchen Check-in-Weg Sie wählen.
Prüfen Sie bei einem Start in Wien auch die Anreise zum Flughafen während der S-Bahn-Sperre. Eine eingeplante Reserve ist besonders hilfreich, wenn Sie Ihre Bordkarte erst im Terminal abholen möchten.
Welche Kosten und Tarifunterschiede bleiben wichtig?
Für die Travel ID selbst fällt keine Gebühr an. Das Konto verändert jedoch nicht die Leistungen Ihres Flugtarifs: Gepäck, Sitzplatzwahl und Umbuchungsmöglichkeiten richten sich weiterhin nach der Buchung.
Gerade auf Europaflügen lohnt deshalb ein Blick auf die Handgepäckregeln bei Austrian Economy Basic. Ein erfolgreicher Check-in bestätigt nicht automatisch, dass ein zusätzlicher Kabinenkoffer im Ticket enthalten ist. Prüfen Sie die bestätigten Leistungen, bevor Sie Gepäck ergänzen.
Bei einem kurzen Aufenthalt können außerdem Flugzeiten und nutzbare Zeit am Ziel wichtiger sein als ein kleiner Preisunterschied. Wenn Sie beispielsweise Flüge von Wien nach Barcelona vergleichen, betrachten Sie den Hin- und Rückflug gemeinsam: Ankunftszeit, Rückflugzeit, enthaltenes Gepäck und eventuelle Umstiege bestimmen, wie gut das Angebot zu Ihrer Reise passt.
McFlight-Praxistipp: Gebuchte Leistungen beim Check-in bereithalten
Wir empfehlen, beim Online-Check-in die Buchungsbestätigung mit den enthaltenen Gepäck- und Sitzplatzleistungen bereitzuhalten. Prüfen Sie bei angezeigten Zusatzangeboten, was bereits bezahlt ist und was tatsächlich fehlt. So können Sie eine gewünschte Ergänzung gezielt auswählen und Unklarheiten klären, bevor Sie erneut etwas kaufen.
Wenn Anmeldung oder Check-in nicht funktionieren
Prüfen Sie zunächst, an welcher Stelle der Vorgang stoppt. Wird Ihre E-Mail-Adresse bei der Registrierung abgelehnt, kann bereits ein Konto bestehen. Nutzen Sie dann die Funktion zum Zurücksetzen des Passworts. Bei einem neu erstellten Konto kontrollieren Sie, ob Sie die Bestätigungsnachricht geöffnet und die Anmeldung aktiviert haben.
Funktioniert der Login, aber die Buchung erscheint nicht, prüfen Sie Name und Airline-Buchungscode beziehungsweise Ticketnummer. Eine leere Reiseübersicht ist allein kein Beleg dafür, dass Ihr Ticket fehlt. Kontrollieren Sie zusätzlich, ob der Check-in für Ihren Flug schon geöffnet ist.
Bei Fragen zu Unterlagen einer bei uns gebuchten Reise erreichen Sie den McFlight-Kundenservice. Technische Kontoprobleme gehören zur jeweiligen Airline beziehungsweise zum Travel-ID-Support. Wenn der Abflug näher rückt, planen Sie rechtzeitig die Abfertigung am Flughafen ein und beachten Sie die Annahmeschlusszeit.
Fazit: Zugang vorbereiten und Check-in vollständig abschließen
Für Austrian-Reisende ab Österreich gehört die Prüfung des Airlinekontos jetzt zur Vorbereitung des Online-Check-ins. Testen Sie einen vorhandenen Zugang, aktivieren Sie ein neues Konto rechtzeitig und halten Sie die Buchungsdaten bereit. Kontrollieren Sie anschließend die Bordkarten aller Reisenden sowie die Hinweise für Ihren Rückflug.
Wer am Flughafen eincheckt, sollte den zusätzlichen Ablauf bei der Anreise berücksichtigen. Unabhängig vom Login bleiben passende Flugzeiten, enthaltenes Gepäck und die benötigten Reisedokumente entscheidend für eine gut geplante Reise.
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Stand: 2. November 2026. Die Angaben können sich ändern. Prüfen Sie vor der Reise zusätzlich die aktuellen Informationen Ihrer Fluggesellschaft und des Abflughafens.



